Die Darstellung der Unruhen in Lhasa vom 14.03.2008 in den chinesischen Medien.pdf

Die Darstellung der Unruhen in Lhasa vom 14.03.2008 in den chinesischen Medien

Christian Oberlander

Inhaltsangabe:Einleitung:
Wenn man im Westen die beiden Wörter China und Medien erwähnt, ist es oft nicht weit, dass in der gleichen Diskussion die Wörter Propaganda und Zensur fallen. Man denkt an eine bewusste Beeinflussung der Medien durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) und die daraus resultierende Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit. Besonders im März 2008 nach den Unruhen in Tibet erhielt diese Art der pauschalisierenden Diskussion über die chinesischen Medien wieder neues Brennholz. So erschien am 4. April 2008 ein Sonderheft der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel Im Land des Lächelns . Der Untertitel Oder: das wahre Gesicht Chinas. Die Demaskierung eines Staates, in dem weder Mensch noch Meinung zählen verriet auch gleich den Inhalt: China sei eines der ungerechtesten Länder der Erde , dessen Bürger mit Propaganda bombardiert würden.
Dabei werden vor allem zwei Aspekte immer wieder gerne übersehen. Zum einen, dass die Medien generell nie völlig frei von Beeinflussung durch Kirchen, Institutionen, Personen, Firmen, Lobbys und vor allem Regierungen waren und sind, sondern sich lediglich die Bezeichnungen und Methoden dafür änderten. Politisch erfuhr nämlich auch der Westen zur Zeit des Kalten Krieges, wie China zur Zeit der Kulturrevolution 1966 bis 1976, Höhepunkte in der Beeinflussung der Medien zur Lenkung der Bevölkerung. Westliche Staaten, beispielsweise die USA, sind sich der Macht der Medien bis heute noch immer deutlich bewusst und nutzen diese vermehrt in globalen Konflikten als festen Bestandteil der Kriegsführung zur Legitimierung des Handelns und um einen Informationskrieg um die Herzen und Köpfe der Menschen zu führen . Heute, da der negativ konnotierte Begriff der Propaganda neuen Begriffen wie information warfare , Öffentlichkeitsarbeit oder einfach Werbung gewichen ist, muss auch die Meinungsfreiheit relativiert werden. Selbst in China sei die Einschränkung der freien Meinungsäußerung mit der UNO-Konzeption der Meinungsfreiheit (Universale Erklärung der Menschenrechte, Art. 19 Ziff. 2 in Verb. mit Art. 29 Ziff. 2) konform, wie der Jurist und Sinologe Harro von Senger anmerkt. So wundert es nicht, dass dieser sich auch in der Tibet-Diskussion fragt: Kann es da erstaunen, wenn sich Chinesen über unsere doppelte Moral beklagen und uns vorwerfen, wir machten auch nichts anderes als Interessenpolitik?
Zum anderen bleibt oft unbeachtet, dass den chinesischen Medien auch nicht sämtliche [...]

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3836627256 ISBN
SPRACHE
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Aktuelle Bewertungen

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Sofia Voigt

Unruhen in Lhasa fordern zahlreiche Tote | NZZ

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Matteo Müller

Unruhen in Lhasa fordern zahlreiche Tote | NZZ

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Noel Schulze

Die Rolle der Medien bei den März-Unruhen in Tibet, 7.4.2008 ... Ein chinesischer Händler aus Lhasa sagte AFP am Telefon, Leute hätten buddhistische ... Das Material für diese Darstellung liefern die tibetische Exilregierung und der von der ...

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Jason Lehmann

"Lhasa ist ruhig", erzählte der Bürgermeister von Lhasa Doje Cezhug am Sonntag den Reportern. "Wir haben nicht das Kriegsrecht ausrufen müssen und die Situation in Tibet ist derzeit im großen und ganzen gut", antwortete er auf die Frage, wie sich derzeit die Lage nach den Unruhen vom …

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Jessica Kohmann

Parteibuch-Spiegel: Parteibuch Ticker Feed von 2008-03-14