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Vergleich der Behandlung des Firmenwertes nach HGB und IFRS

Jennifer Weitbrecht

Inhaltsangabe:Einleitung:
Die wirtschaftliche Realität unterliegt einem ständigen Wandel. Dies fordert von den Gesetzgebern eine ständige Anpassung der Rechnungslegungssysteme an veränderte Gegebenheiten, damit durch diese realwirtschaftliche Vorgänge in geeigneter Weise für Entscheidungsträger aufbereitet werden können.
Aktuelle Entwicklungen der Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten waren die Umwandlung einer Industriegesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft sowie eine fortschreitende Globalisierung verbunden mit zunehmender Kapitalmarktorientierung. Mit diesen Veränderungen gehen allgemein Konvergenzbestrebungen einher, so auch im Rahmen der Rechnungslegung.
Bis heute ist die Abbildung realwirtschaftlicher Sachverhalte international unterschiedlich geregelt, wobei allgemein eine Tendenz weg von länderspezifischen und hin zu internationalen Rechnungslegungsstandards beobachtet werden kann. So stellen kapitalmarktorientierte Unternehmen die international agieren und international finanziert werden ihre Konzernabschlüsse nach IFRS auf. Für sie sind nationale Standards keine geeignete Alternative, während diese für kleinere und mittlere Unternehmen weiterhin relevant bleiben.
Eine Rechnungslegung nach IFRS ist stark investorenorientiert, weshalb ein Fokus auf Liquidität und zukünftigen Erfolg gelegt wird und sie besonders gut für Kapitalmärkte geeignet ist. Eine mit dem deutschen Handelsrecht vergleichbare vorsichtige Vermögensdarstellung mit hohen stillen Reserven wäre mit den Kapitalmärkten nicht vereinbar. Die Ausrichtung internationaler Rechnungslegungsstandards lässt erkennen, dass eine Abwendung vom Gläubigerschutz und eine Schwächung des Vorsichtsprinzips einhergehen, mit der Zielsetzung einer fairen und realitätsnahen Abbildung der wirtschaftlichen Situation von Unternehmen.
Das IASB spricht sich aktuell für ein global einheitliches System aus, während die EU eine Gleichwertigkeit von Abschlüssen ihrer Mitgliedsstaaten unter Beibehaltung nationaler Besonderheiten anstrebt.
Der deutsche Gesetzgeber möchte das HGB trotz schrittweiser Anpassung an die IFRS weiterhin auf Grundlage der handelsrechtlichen GoB weiterentwickeln. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit werden oft bereits existierende Antworten auf Problemfragen verwendet. Durch die dynamische Entwicklung von Rechnungslegungssystemen werden sich vermutlich auch begriffliche Unterschiede mit der Zeit abnutzen.
Fraglich ist jedoch, inwieweit eine Harmonisierung oder sogar Standardisierung überhaupt möglich und wünschenswert ist. Der Trend hin zu einer einheitlichen globalen Rechnungslegung bedeutet nicht zwangsweise, dass eine internationale Rechnungslegung beispielsweise dem deutschen HGB überlegen ist.
Vor dem Hintergrund aktueller Konvergenzbestrebungen der Rechnungslegungssysteme muss auch die bilanzielle Behandlung immaterieller Werte und insbesondere des Goodwill neu beleuchtet werden. Diese Werte sind gerade in der heutigen Zeit von besonderer Wichtigkeit.
Durch den Mitte der 80er beginnenden Wandel von einer Industrie- hin zu einer Informationsgesellschaft wurden materielle Werte zunehmend durch immaterielle verdrängt. Nicht nur die Wertschöpfungsketten klassischer Industriezweige weisen einen immer größeren Informationsgehalt auf, es haben sich vor allem einige neue Branchen entwickelt, in denen kaum noch materielles Vermögen im Vergleich zum Gesamtvermögen nötig ist. Zu diesen Branchen gehören u.a. Beratungs- und Softwareunternehmen.
Vor allem bei Unternehmen der neuen Branchen, entspricht der Wert des bilanziellen Eigenkapitals in der Regel nur einem kleinen Anteil des Börsen- bzw. Marktwertes des Unternehmens. Dieser Unterschied kann u.a. auf das immaterielle Vermögen und somit auch auf den Goodwill zurückgeführt werden. Daher wird heutzutage gerade das immaterielle Vermögen als Werttreiber des Unternehmenserfolgs und des Börsenwertes von Unternehmen genannt.
Die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte ist jedoch seit jeher ei

Vergleich der Behandlung des Firmenwertes nach HGB und IFRS - Jennifer Weitbrecht - Bachelorarbeit - BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern. Firmenwert nach IAS/IFRS und HGB im Vergleich - Thomas Schulz - Referat ( Ausarbeitung) - BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern - Arbeiten ...

4.57 MB DATEIGRÖSSE
9783842843295 ISBN
SPRACHE
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Nach HGB besteht noch ein Aktivierungswahlrecht für latente Steuern (wird durch das BilMoG wahrscheinlich geändert), während nach IFRS eine Aktivierungspflicht besteht. Anhang/Notes. Im Vergleich zum HGB sind die Anhangangabennach IFRS detaillierter und in der Regel mitwesentlich höherem Aufwand zu erstellen.

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